Historische Klöster: Benediktinerklöster

Klöster - Leben unter Gottes Schutz

Kloster Andechs Klöster stehen für viele Menschen als Inbegriff religiöser Lebenskultur. Dabei wird oft vergessen, dass Klöster zu ihren Entstehungszeiten wichtige Institutionen der Wissenschaft, der Kunst und der Heilkunde waren. Ganz nebenher entwickelten sich die Bayerischen Klöster auch zu bedeutenden Wirtschaftsbetrieben und „erfanden“ das Bier. Gehen Sie mit uns auf Streifzug durch die Bayerische Klosterlandschaft.

Kloster Benediktbeuern

Dieses Benediktinerkloster gehört zweifellos zu den bedeutendsten Klöstern Bayerns. Seine Geschichte geht bis auf das 7. Jahrhundert zurück. Die jetzige barocke Klosteranlage stammt aus den Jahren 1669 bis 1679. Etwas später, 1722 wurde die Bibliothek errichtet, die zu den bedeutendsten Klosterbibliotheken Europas gehört. Hier wurde u.a. die „Carmina Burana“ aufbewahrt, eine der ältesten Liedgutsammlungen dieser Welt - die mittelalterlichen Vagantenlieder stammen aus dem 13. Jahrhundert. Sehenswert sind außerdem die Fresken von Hans Georg Asam in der Pfarrkirche.

Das Kloster in Benediktbeuern ist außerdem eine wichtige Ausbildungsstätte, zu ihm gehört die philosophisch-theologische Hochschule und die katholische Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen. Außerdem gehören noch weitere Institutionen zum Kloster, die auf die Bruderschaft der Salesianer zurück gehen, darunter ein Zentrum für Umwelt und Kultur und eine Jugendherberge.

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Kloster Ettal

Kloster Ettal Zwischen Loisach und Ammertal findet man eins der meistbesuchtesten Benediktinerklöster von Bayern das Kloster Ettal. Da sein Neubau sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erst relativ spät vollzog, profitierte es auch von den Fortschritten der damaligen Baukunst. In einer Höhe von 900 Metern inmitten der Ammergauer Alpen thront die gewaltige Barockanlage in den Bergen. Zudem hat das Kloster den in Heerscharen zuströmenden Touristen auch einiges zu bieten. Schaukäserei, Likörherstellung und eine vierhundertjährige gut gehende Klosterbrauerei sind das eine. Man kann aber auch im Klosterhotel übernachten oder sich einen Bildband aus dem klostereigenen Verlag kaufen. Lohnenswert ist auch der Besuch der alten Klosterbibliothek. Heranwachsende aus der Region haben die Möglichkeit im Internatsbetrieb des Ettaler Klostergymnasiums ihr Abitur zu machen.

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Bildquelle:Deutsche Tourismuszentrale

Kloster Andechs

Kloster Andechs Auch das Benediktinerkloster Adechs hat sich mit seinem Bier einen Namen gemacht. Nahe dem Ammersee auf einem Berg gelegen ist es ein beliebtes Ausflugsziel, das in einem großen Biergarten zum Genuss des klostergebräuten Andechsbieres einlädt.

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Kloster Weltenburg

Es liegt ganz idyllisch im Fränkischen Jura auf einer Landzunge und ist das älteste Kloster rechts des Rheins Kloster Weltenburg. Es wurde bereits 610 gegründet, um die bajuwarischen Heiden zu missionieren. In einer Urkunde aus dem Jahr 1050 wurde zum erstenmal die Klosterbrauerei erwähnt, die deshalb als älteste Brauerei der Welt gilt. Von besonderem Wert ist der Barockbau aus den Jahren 1716 bis 1739, der auf die berühmten bayerischen Kirchenarchitekten und Künstlerbrüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam zurück geht. In dem tausendjährigen Benediktinerkloster leben noch immer vierzehn Mönche, welche die Gemeinden der Umgebung betreuen sowie die Weltenburger Akademie unterhalten, die es bereits seit dem 14. Jahrhundert gibt.

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Kloster Metten

Kloster MettenFür den Bayerischen Wald spielte Kloster Metten einst eine bedeutsame Rolle. Die Benediktinermönche von Metten halfen die riesigen Waldgebiete urbar zu machen und zu besiedeln. Dabei war das Kloster ein Zentrum der Wissenschaft, das sich mit der Heilkraft der Natur und Technik beschäftigte. Weiterhin wurde hier die Buchmalerei gepflegt und eine Bibliothek angelegt. Diese sollte mit einer Führung unbedingt besichtigt werden, denn sie gehört mit ihren Deckengewölben und Barockmalereien zu den schönsten Klosterbibliotheken der Welt. Bereits seit 1837 gibt es das Klostergymnasium mit einem angeschlossenen Internat.

Kloster Roggenburg

Das Kloster Roggenburg in Schwaben ist eins der wenigen Rokoko-Bauten unter den Bayerischen Klöstern, besonders bemerkenswert ist die reichlich ausgestattete Kirche mit ihren zwei hohen Türmen und sieben Glocken, die zum Teil über 500 Jahre alt sind. Wer sich einmal ausführlich über die Geschichte des Klosterlebens informieren will, sollte das Roggenburger Museum besuchen. Zu den Ausstellungsstücken gehören auch sakrale Kunstschätze aus dem 17. und 18. Jahrhundert, u.a. wertvolle Goldschmiedearbeiten aus Augsburg sowie Gemälde berühmter Freskenmaler. Im Klostergasthof lässt es sich außerdem göttlich speisen oder auch schlafen.

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Kloster Waldsassen

Kloster Waldsassen Waldsassen ist das größte und bedeutendste Kloster in der Oberpfalz. Nach einer bedeutsamen Geschichte, in der das Zisterzienser-Kloster einen wesentlichen Beitrag zur Urbarmachung der Waldlandschaft leistete, kam es im 16. Jahrhundert zum Niedergang des Klosters. Erst 1681 wurde es neu errichtet und 1704 in seiner heutigen Gestalt eingeweiht. Es gehört zu den schönsten Barockklöstern Bayerns, insbesondere mit seiner Kirche. Wenige Jahre nach der Einweihung begann man auch mit dem Bau der Bibliothek, die das Kloster zum religiösen und kulturellen Zentrum der Region machte. Nach der Säkularisation wurde Kloster Waldsassen 1863 durch Zisterzienserinnen wieder belebt, 1969 wurde die Stiftskirche zur päpstlichen Basilika erhoben.

Die Stiftsbibliothek von Waldsassen ist weltberühmt, neben einer reichen Decken- und Wandmalerei und zahllosen Schätzen innerhalb der Bibliothek ist sie mit Skulpturen, Büsten und Plastiken aus frühesten Jahrhunderten bestückt. Sie gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Oberpfalz.

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Bildquelle: Tourismusverband Ostbayern e.V

Die Klöster im Pfaffenwinkel

Nirgendwo ist die Dichte an Klöstern so hoch wie im Pfaffenwinkel, daher hat die Region schließlich auch ihren Namen. Die Landschaft vor dem Panorama der Ammergauer Alpen hat offensichtlich viele gottesfürchtige Nonnen und Mönche angezogen. In Rottenbuch entstand bereits um 1073 ein päpstliches Augustinerkloster, in dem noch romanische und gotische Bauelemente erhalten sind. Auch im Kloster Wessobrunn sind noch Teile aus dem Entstehungsjahr 763 erhalten. Außerdem ist Wessobrunn für das älteste erhaltene Gebet, das Wessobrunner Gebet, bekannt.

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Benediktinerkloster St.Mang

Benediktinerkloster St.Mang Auch das Allgäu darf nicht mit einem bedeutenden Kloster fehlen. Kloster St.Mang von Füssen glänzt mit seiner herrschaftlichen Barockfassade mitten in den Bergen. In den Barockräumen des Klosters ist heute das Museum der Stadt Füssen untergebracht.

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Klöster in der Inn-Salzach-Region

Dicht beieinander liegen die Klösterbauten am Inn. Dabei gilt das Kloster Au als das Mutterkloster der Region, wurde es doch bereits im 8. Jahrhundert von Benediktinern erbaut. Das Kloster hat eine wechselvolle Geschichte erlebt, seine hohen Türme stammen noch aus einer gotischen Bauphase, im Inneren sind noch Deckengemälde von Franz Mareis erhalten. Das Kloster wird heute als integrativer Kindergarten und heilpädagogische Tagesstätte genutzt. Das Kloster Gars liegt ebenfalls am Inn und kann besichtigt werden. Ein Teil ist heute Gymnasium, sehenswert ist die barocke Stiftskirche mit ihren Grabdenkmälern. In Raitenhaslach befindet sich ein weiteres Barockkloster, zu besichtigen ist die Pfarrkirche mit Fresken und Grabplatten.

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Urlaub im Kloster

Seit einigen Jahren bieten Bayerische Klöster „weltlichen“ Bürgern die Möglichkeit, in ihren Urlaubswochen am Klosterleben teilzunehmen und sich eine Auszeit im Kloster zu nehmen. Als Nonne oder Mönch auf Zeit findet man so über die jahrhundertealten Traditionen des Klosterlebens zur inneren Einkehr. Die religiösen Traditionen des Kloster gehen aber auch häufig mit neuen Angeboten für Entspannung und körperliche Revitalisierung einher. So manche Klöster öffnen sich auch den spirituellen Wegen anderer Religionen wie etwa dem hinduistischen Yoga oder dem Zen-Buddhismus.

Klöster mit speziellen Urlaubsprogrammen:

Urlaub bei den Benediktinern in Oberbayern

Oberbayern ist Ferienland, und dies gilt auch für die Benediktinerkloster der Region, die ihre historischen Räume auch mehr und mehr dem Erholungssuchenden öffnen. In den folgenden z.T. weltbekannten Benediktinerklostern können Sie Ihre Urlaubstage verbringen:

Ausführliche Informationen über die Geschichte und die Kunstschätze der einzelnen Klöster in Bayern erhalten Sie auf den Internetseiten des Hauses der Bayerischen Geschichte.

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