Großes Kino: Münchner Filmfest - Filmschauplätze

Großes Kino in Bayern

Für Cineasten hat Bayern eine ganz besondere Anziehungskraft. Es ist Treffpunkt der internationalen Filmszene, Heimat der Avantgarde und voller berühmter Filmschauplätze. Hier finden Sie einen kurzen Überblick über das Filmland Bayern.

Das Münchner Filmfest

Mag sein, dass die Berlinale die erste Adresse für Hollywood-Stars in Deutschland ist, ob sie das allerdings zum interessantesten deutschen Filmfestival macht, darüber können Kinofans streiten. Beim Münchner Filmfest bekommt man einmal im Jahr eine riesige Auswahl an internationalen Filmen zu sehen, und kann dabei nur staunen, wie viele "Traumfabriken" jenseits von Hollywood gute und aufregende Filme machen.

Münchner FilmfestDabei geht es mit der Festivalreihe "Neben der Spur" gleich mal in den USA selber los. Das Festival sucht jährlich die interessantesten Filme aus der amerikanischen Independent-Szene aus. Andere Reihen wie "Fokus Fernost", "Nouveau Cinema Francais" und "Visiones Latinas" stellen die interessantesten Filmregionen der Welt mit neuen Produktionen vor. Die "Open Air" Reihe will beim Publikum vor allem den Spaß am Kino am Leben erhalten und sorgt mit einer Auswahl berühmter Komödienklassiker vor allem für heitere Sommerabende. Nicht zuletzt ist das Münchner Filmfest der wichtigste Treffpunkt für alle deutschen Fernsehstars, denn hier geht die Auswahl der besten "Deutschen Fernsehfilme" in den Vergleich, und man darf erleben, wie viel Interessantes die Sendeanstalten von ARD und ZDF neben ihren Krimi-Serien doch eigentlich auf die Filmrolle bringen. Natürlich ist auch der deutsche Kinofilm im München präsent. Mit fast zwanzig deutschen Filmpremieren ist das Münchner Filmfest eine wichtige Startrampe für neue deutsche Kinoproduktionen.

Insgesamt werden beim Filmfest mehr als 200 Filme auf der Isarmeile gezeigt. Das Festival versteht sich vor allem als Publikumsfest und als Nachwuchspodium. In einer Parallelveranstaltung, dem Münchner Filmschulfest, haben Filmstudenten aus aller Welt noch eine zusätzliche Möglichkeit, sich zu treffen und zu präsentieren.

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Filmschauplätze in Bayern

Rosenheimer Land

Rosenheimer Land Das Roseneheimer Land ist ein beliebter Drehort heimischer Filme geworden. Schauplatz der Vorabend-Krimi-Serie im ZDF "Die Rosenheim Cops" ist natürlich primär die Stadt Rosenheim in der FerienregionWendelstein. Die Landschaftsaufnahmen einzelner Szenen werden zum größten Teil in der Region gedreht, wie z.B. im Jenbachtal. Mit viel Witz und Charme ermittelt in dieser Serie das Kommissaren-Duo Hofer und Lind. Nicht weit vom Rosenheimer Land, nämlich im Isartal spielt eine weitere bayerische Krimiserie. "Der Bulle von Tölz", mit bürgerlichem Namen Kriminalkommissar Berghammer. Mit Hilfe seiner betulichen Mama löst er jeden Fall im beliebten Ferienort Bad Tölz. Bayrischer Dialekt und typische Klischees aus dem Urlaubsparadies Bayern sorgen für den Kultcharakter dieser Serie. International berühmt wurde Rosenheim auch durch Marianne Sägebrecht in dem Film "Out of Rosenheim", auch wenn dieser nicht in Bayern sondern in den USA spielt. Doch die urige Hauptdarstellerin ist eine überzeugende Vertreterin des bayerischen Naturells und hat Rosenheim auf ihre Art doch ein Denkmal gesetzt.

Der bayerische Kassenschlager "Wer früher stirbt, ist länger tot" wurde wiederum ganz im Rosenheimer Land gedreht. Die Panorama-Aufnahmen sind vorwiegend in der Wendelstein Region entstanden. Mehrere Szenen spielen in Ruhpolding, in Oberaudorf und in Brannenburg. Die wohl schönsten Bilder entstanden beim Panoramarestaurant am Wendelstein, wo im Film das Radiostudio untergebracht ist.

Allen Filmen gemeinsam sind die tollen Landschaftsaufnahmen, der bayerische Charme und Humor, aber auch die bayerische Gemütlichkeit.

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Text- und Bilmaterial mit freundlicher Unterstützung von Tourismus Rosenheimer Land

München

1967 hat in München ein ziemlich schräger Film für Aufsehen gesorgt. "Zur Sache Schätzchen" ließ mit seiner chaotischen Handlung und zwei sympathischen Antihelden die üblichen Zuschauererwartungen offen und sorgte trotzdem für Filmspaß. Dazu gehörten verschiedene Vergnügungsaktionen. Unter anderem surften die jungen Filmhelden übers wilde Wasser des Eisbachs im Englischen Garten. Die Filmszene aus "Zur Sache Schätzchen" machte das Eisbach-Surfen zu einem Kult, der bis heute gepflegt wird. Außerdem wird im Tierpark Hellabrunn eine Ziege entführt.

Der Münchner Regisseur Helmut Dietl hat mit "Rossini" der eitlen Filmbranche ein selbstironisches Denkmal gesetzt. In einem italienischen Restaurant (Rossini) treffen sich ehrgeizige Schauspieler, egomanische Künstler und eingebildete Regisseure und stellen sich "die mörderische Frage, wer mit wem schläft". Original des Restaurants Rossini war das Romagna Antica, das dreißig Jahre lang die Szene-Adresse der Münchner Filmbranche war, bis es 2007 wegen Mietwucherpreisen seine Pforten schloss. An der Original-Adresse des Rossini-Films befindet sich heute das Restaurant Mediterranee.

Die Münchner Widerstandsgruppe "Die weiße Rose" und insbesondere die Geschichte der mutigen Geschwister Hans und Sophie Scholl ist fest im historischen Bewusstsein der Münchner verankert, insbesondere am Standort der Ludwig-Maximilian-Universität, kurz LMU, an der die Widerstandsaktionen der Scholl-Geschwister organisiert und auch durchgeführt wurden. So wurde die LMU auch schon zweimal zum Schauplatz von Filmen, die vom Kampf der mutigen jungen Münchner bis zu ihrer Hinrichtung erzählen "Die Weiße Rose", 1982 und "Sophie-Scholl – Die letzten Tage" 2005.

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Bavaria Filmstadt

Filmstadt-Muenchen Ein wichtiger Drehort in Bayern sind natürlich die Münchner Filmstudios, in denen sich zahlreiche Kulissen und Requisiten für Kinofilme, TV-Spielfilme und TV-Serien befinden. Die Bavaria Filmstadt hat ein umfangreiches Besucherprogramm, das Neugierige einlädt, auch einmal hinter die Kulissen zu schauen. Hier kann man zu bestimmten Terminen seine Serienstars treffen, Stuntshows erleben und im 4D-Kino Making Off Filme sehen, die exklusiv nur in der Filmstadt gezeigt werden. Ein Erlebnis ist natürlich die Filmstadt selbst, in der immer wieder neue Kulissen aus gerade abgedrehten Filmen aufgestellt und zur Besichtigung freigegeben werden.

Filmavantgarde aus Bayern

Das scheinbar so konservative Bayern hat gerade in der Filmlandschaft eine ganze Reihe spektakulärer Ausnahmeregisseure hervorgebracht, deren Werke die deutsche Filmgeschichte entscheidend mitgeprägt haben.

Rainer Werner Fassbinder

1945 in Bad Wörishofen geboren und bereits im Alter von 37 Jahren verstorben hat Fassbinder nicht nur für viele Skandalgeschichten gesorgt, er hat vor allem ein Lebenswerk hinterlassen, das angesichts seiner Lebenszeit von gigantischem Umfang ist. Das Multitalent versuchte sich zuerst als Dichter, Schauspieler und Theaterregisseur, bevor er zum Film kam. Selbst bisexuell lebend, nahm Fassbinder auch in seinen Filmen Tabuthemen aufs Korn und inszenierte seine Stoffe mit einer neuen, ziemlich direkten und radikalen Filmsprache. Als Autor seiner Filme wurde er außerdem zum Mitbegründer des neuen deutschen Autorenfilms. Seine frühen Erfolge waren die Filme "Katzelmacher" und "Angst essen Seele auf", in denen er die Diskriminierung von Gastarbeitern thematisierte. Mit letzterem erlangte er bei den Filmfestspielen in Cannes die erste große internationale Anerkennung.

Obwohl Fassbinders Filme oftmals Proteste hervorriefen, gewann er mit seinen zahlreichen Werken allmählich große Anerkennung in der deutschen Filmszene. Mit der Fernsehserie "Berlin Alexanderplatz" hatte er sich endgültig, und mit nur 34 Jahren, als Starregisseur der Bundesrepublik etabliert. Zwei Jahre später gewann er mit "Die Sehnsucht der Veronika Voss" erstmals den Goldenen Bären für den besten deutschen Film des Jahres. Als er mit 37 an einem Herzinfarkt starb, hinterließ er ein Oeuvre von 45 Filmen, sowie eine Reihe von Theaterstücken und Hörspielen.

Bis heute ist die Anerkennung des skandalumwitterten Regisseurs umstritten. Im Südwesten Münchens ist ein kleiner Platz nach ihm benannt.

Herbert Achtenbusch

Achternbusch wurde 1938 in München geboren und hat sich als künstlerisches Multitalent einen Namen gemacht. Er ist sowohl Maler als auch Schriftsteller, was sich auch auf seine experimentellen Filme auswirkt. Auch er ist ein wichtiger Vertreter des deutschen Autorenfilms und schrieb bzw. entwickelte die Drehbücher seiner Filme selbst. In seinen Filmen werden mit Vorliebe bayerische Themen aufgegriffen, wie etwa der bayerische Katholizismus. Sein Film "Das Gespenst", in dem Jesus von einem Kruzifix steigt, um mit einer Nonne Sex zu haben, löste neben großer Begeisterung auch einige Proteststürme aus. Typisch für Achternbuschs Filme ist seine Besetzung. Sehr häufig tritt er selbst auf und holt eine Mischung aus Laiendarstellern und Profischauspielern ans Set. Seine Inszenierungsweise ist von den Improvisationen der Darsteller geprägt. Von Achternbusch gibt es über dreißig Filme. Seine Filme "Der Neger Erwin" (1980) und "Hades" (1995) wurden für den Goldenen Bären nominiert. 2008 ehrte das Filmfest München den Siebzigjährigen mit einer umfangreichen Retrospektive.

Werner Herzog

Der 1942 in München geborene Filmregisseur Werner Herzog gehört zu den international erfolgreichsten Filmemachern Deutschlands. Auch er ist Autorenfilmer und hat die meisten Drehbücher seiner Filme selbst geschrieben. Im Gegensatz zum ironischen Ansatz von Achternbusch oder den bitter sarkastischen Schauspielerfilmen von Fassbinder sind Herzogs Filme oftmals enorm aufwändig und nicht selten mit reichlich Pathos ausgestattet. Zusammen mit dem legendären Exzentriker Klaus Kinski als Hauptdarsteller erreichten Herzogs Filme höchstes dramatisches Niveau. Seine Kinski-Filme gehören damit auch zu seinen erfolgreichsten, darunter "Fitzgaraldo" und "Aguirre – der Zorn Gottes", die beide hohe internationale Preise gewannen. Sein erster großer internationaler Erfolg war allerdings sein Kaspar Hauser Film "Jeder für sich und Gott gegen alle", in dem die Hauptrolle von einem Laiendarsteller gespielt wird. Mit ihm gewann er bereits 1975 den Grandprix der Jury in Cannes.

Herzog, der noch immer sehr aktiv ist, wand sich nach seinen großen Erfolgen als Filmregisseur mehr und mehr dem Dokumentarfilm zu und drehte mit "Mein liebster Feind" die berühmteste Dokumentation über Klaus Kinski. Seit Mitte der Achtziger Jahre inszeniert er auch Opern und gastierte bereits bei den Bayreuther Festspielen und an der Mailänder Skala.

Percy Adlon

1935 wurde als Sohn der Hoteliersfamilie Adlon in München geboren und ist vermutlich Bayerns internationalster Filmregisseur. Seit 1989 hat er seinen Wohnsitz auch endgültig nach Kalifornien verlegt. In seinem berühmtesten Film "Out of Rosenheim" hat er den Menschen seiner Heimat mit ihren Schwächen und Stärken ein charmantes internationales Denkmal gesetzt. Außer diesem hat er noch weitere Filme mit Sägebrecht gedreht. Die meisten seiner englisch-sprachigen Filme sind international besetzt. Mit einigen konnte er internationale Filmpreise erringen.

Helmut Dietl

Dietl wurde 1944 in München geboren. Sein Werk ist eher im Fernsehen angesiedelt, dennoch hat er sich mit mindestens einer seiner Produktionen für immer in das Gedächtnis der deutschen Kinogänger eingegraben. "Schtonk". In dieser turbulenten Filmkomödie hat er den Stern-Skandal um die gefälschten Hitlertagebücher zu seinem erfolgreichsten Film verarbeitet, wofür ihm auch der deutsche Filmpreis verliehen wurde. "Rossini", ebenfalls eine Filmkomödie, wurde vom weltberühmten Romanautor Patrick Süßkind ("Das Parfüm") geschrieben und gewann gleich eine ganze Reihe von Filmpreisen. Im Fernsehen hat Dietl einige erfolgreiche TV-Serien produziert, darunter "Monaco Franze" oder "Der ganz normale Wahnsinn".

Marcus H. Rosenmüller

Lange Zeit sah es aus, als ob der überaus erfolgreichen bayrischen Filmgeneration, die in den Vierziger Jahren geboren wurde, nichts mehr nachkommen wollte. Doch nun hat ein neuer Nachwuchsregisseur aus Bayern die Herzen der deutschen Cineasten verzaubert. Der 1973 geborene Marcus H. Rosenmüller aus Tegernsee nimmt, ähnlich wie Achternbusch, bayerische Themen aufs Korn, wobei er sich einer eher klassischen Filmsprache bedient. Geschätzt wird vor allem sein liebevoll-ironischer Blick auf seine Hauptfiguren und die poetische Kraft seiner Filme. Seine Helden entlehnt er zum Teil historischen Recherchen aus der Geschichte Bayerns, oder es sind Figuren, die es in jedem bayerischen Dorf geben könnte. Vom Bayerischen Rundfunk wurde eine Trilogie finanziert, in deren Mittelpunkt ein junges Mädchen aus einem Dorf bei Dachau steht. Rosenmüller erhielt 2007 den deutschen Filmpreis.

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