Erlangen: Markgrafenschloss - Schlossgarten

Erlangen - Hugenottenstadt und Zentrum der Moderne

Erlangen, das im Jahr 1002 erstmals urkundlich erwähnt wurde, bewegt sich nach dem Reisemagazin "Merian" zwischen Mikroelektronik und Drahteselromantik. Als Akademikerschmiede und Barockstadt hält sie eine lebendige Balance zwischen Tradition und Moderne.

Das historische Erlangen

Orangerie Seiner Ansiedlung in der Nähe weiter Wiesen verdankt Erlangen seinen Namen, der dem ursprünglichen Erl-Wangen entspringt. Bis ins 17. Jahrhundert lag hier ein eher unscheinbares Städtchen. Mit der Aufnahme flüchtiger Hugenotten brachte es der Ort jedoch zu einer bedeutenden Entwicklung. Denn die Franzosen brachten die Baukunst des Barock nach Erlangen. Und so entstand eine Barockstadt in der damaligen Planquadratbauweise. Herzstück der Erlanger Innenstadt ist das barocke Markgrafenschloss. Zusammen mit Schlossgarten, Orangerie und Konkordienkirche stellte es das erste in sich geschlossene, barocke höfische Bautenensemble Frankens dar. Die Gartenanlagen des Schlossgartens mit Hugenottenbrunnen und Reiterstandbild gelten als eine der frühesten barocken Gartenanlagen Frankens. Im Ostteil wurde der Schlossgarten zwischen 1786 und 1826 in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt. Ein besonderes Herzstück des Schlossgartens ist der Botanische Garten mit zahlreichen exotischen Pflanzen und einem Kräutergarten. Kulturinteressierte dürften sich besonders vom Schlossgartenfest im Juli angezogen fühlen.

Hugenottenkirche Eine weitere Sehenswürdigkeit aus der Entstehungsgeschichte Erlangens ist die Hugenottenkirche, das erste Gotteshaus der Hugenotten außerhalb Frankreichs, das auch "Le Temple" genannt wird. Mit dem Bau der Kirche ab dem Jahr 1686 begann die Bebauung der Erlanger Neustadt. Zu den wichtigen historischen Gebäuden Erlangens gehört außerdem das Palais Stutterheim, das über mehrere Jahrhunderte als Residenz von Hofräten und Grafen diente, bevor es als Rathaus und später als Stadtbücherei genutzt wurde.

Die Zukunftsstadt

Dank einer Kommunalpolitik, die sparsames Haushalten und eine breit angelegte Wirtschaftsförderung erfolgreich zu kombinieren versteht, rangierte Erlangen im Zukunftsatlas 2007 unter allen 439 Städten und Kreisen in Deutschland auf Rang 4, fast schon gleichauf mit München. Als Teil der Metropolregion Nürnberg ist Erlangen ein wichtiger Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort zugleich. Hier befinden sich Abteilungen des Frauenhofer- und des Max-Planck-Institutes. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Medizinforschung und Mikroelektronik.

Fahrradfahrer am Rathausplatz Was sich in dieser Stadt bewegt, lässt auch ein Blick auf die baulichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte erahnen. Dank hoher Investitionen von Freistaat, Kommune und Unternehmen entstanden neue, in weiten Bereichen speziell auf die Interessen junger Familien zugeschnittene Stadtteile. So wuchs vor allem der Klinikumsbereich der Universität und der eindrucksvolle Gebäudebestand der Siemens AG, die z.B. im Röthelheimpark modernste Produktions- und Serviceeinrichtungen schuf. Die familienfreundliche Stadtentwicklung mit ihrem hohen Umweltbewusstsein wurde auch bereits von offizieller Seite gewürdigt. So verlieh die Deutsche Umwelthilfe bereits in den 90-er Jahren Erlangen zweimal in Folge den Titel "Bundeshauptstadt für Natur- und Umweltschutz". Zu diesem Erfolg trugen ganz vorrangig die intensive Förderung des Fahrradfahrens - Erlangen gehört mit Münster und Freiburg zu den drei großen Radlerstädten in Deutschland - und der kommunale Einsatz zum Schutz der Umwelt bei. Fast die Hälfte des Stadtgebietes ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Und das Erlanger Wasser gilt laut einer Untersuchung aus dem Jahre 2003 als eines der besten bundesweit.

Die Kulturstadt

Stadtführer Erlangens Kultur verbindet Tradition und Moderne auf ganz selbstverständliche Weise. Wer die Seele des Erlangers kennenlernen will, tut dies am besten bei einem Besuch der Erlanger Bergkirchweih. Dieses vor mehr als einem Vierteljahrtausend gegründete Volksfest, das an die große Brautradition der Stadt erinnert und zu den schönsten Veranstaltungen dieser Art in ganz Süddeutschland zählt, lockt wegen seiner romantischen Kulisse unter uralten Eichen und Buchen alljährlich zu Pfingsten rund eine Millionen Besucher aus Nah und Fern in die Stadt zum traditionsreichen, klassenlosen Vergnügen. Die Erlanger Braukunst ist einen besonderen Streifzug wert. Beinahe zwanzig traditionelle Brauereien und Brauhäuser können in Erlangen auf dem "Brauereiweg" besucht werden.

"Typisch Erlangen" sind aber auch so herausragende Kulturfestivals wie der Internationale Comicsalon, das Figurentheaterfestival, das Poetenfest oder das ARENA. Diese Festivals der jungen Künste ziehen zum Teil fachkundiges Publikum aus ganz Europa und darüber hinaus ins Fränkische. So etwas wie Geheimtipps für Kulturfreaks sind der Jazzworkshop des Kultur- und Freizeitamtes oder sein Comiczeichnerseminar.

Moderne Kultur, das ist nicht zuletzt auch Shoppingvergnügen, und hier bietet Erlangen ein pralles Einkaufsvergnügen, das sich vom Stadtmuseum im Norden bis zum Rathaus im Süden mit einer Vielzahl attraktiver Fachgeschäfte präsentiert. Ein besonderer Anziehungspunkt sind die Erlanger Arcaden. Und weil Liebe bekanntlich durch den Magen geht, weiß die Stadt auch mit guter Gastronomie erfolgreich für sich zu werben.

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