Bamberg: Kulturstadt - Bamberger Dom - Rosengarten

Die Domstadt Bamberg

Kultur, Tradition und die historische Position als Bistum machen Bamberg zu einem ganz besonderen Tourismusmagneten. Ob Bierseligkeit, fester Glaube oder Romantik - in Bamberg findet jeder sein seelisches Wohlbefinden.

Die historische Kulturstadt Bamberg

Bamberger Dom "Zänkisch" und "Macht bewusst", so beschrieb das Haus der Bayerischen Geschichte bei der Landesausstellung 2002 den 1014 zum Kaiser gekrönten Heinrich II. Zehn Jahre nach seiner Kaiserkrönung verstarb der wohl wichtigste Mann in der Geschichte der heute rund 70 000 Einwohner zählenden Stadt Bamberg. Heinrich setzte die Akzente, die eine Siedlung braucht, um sich zu einer prächtigen Stadt zu entwickeln. Er erreicht 1007 auf der Synode in Frankfurt die Gründung des Bistums Bamberg. Er errichtet den ersten Bamberger Dom. Und gemeinsam mit seiner Gattin Kunigunde lässt Heinrich Klöster bauen und stiftet das neue Bistum reichhaltig mit Geld und Gütern aus. Die katholische Kirche sprach das Kaiser-Ehepaar schließlich heilig. Auf "ihr" Bamberg wären Heinrich und Kunigunde heute sicher sehr stolz. Und in "ihrem" Bamberger Dom liegen sie begraben. 1237 wurde der mittlerweile dritte Dom fertig gestellt, die beiden anderen sakralen Bauwerke fielen jeweils Feuersbrünsten zum Opfer. 

Altes Rathaus Im Dom steht auch der berühmte Bamberger Reiter. Die Herkunft des adeligen Mannes ist bis heute nicht geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass es sich um den Heiligen Stephan von Ungarn (969-1038) handeln könnte. Vermutlich einzigartig in ganz Deutschland ist das Alte Rathaus. Auf einer künstlichen Insel in der Regnitz wurde es Ende des 14. Jahrhunderts errichtet. Der Fluss galt damals als Grenze zwischen der bürgerlichen und der kirchlichen Stadt. Der Volksmund erzählt, beide Seiten konnten sich nicht einigen, auf wessen Gebiet das Rathaus gebaut werden solle. Der Fluss als Grenze schien der ideale Kompromiss.

Das Sprichwort "Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen" gilt in Bamberg ganz sicher. Neun Brauereien in der Stadt und über 90 im Landkreis sorgen für ein reichhaltiges Angebot. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine so große Auswahl an Bierspezialitäten. Und dazu passt selbstverständlich eine schmackhafte Bamberger Bratwurst. 

Bamberger Symphoniker Doch auch vom kulturellen Angebot wäre das Kaiserpaar heute sicher entzückt. Erst im Jahr 2003 wurden die Bamberger Symphoniker in den Rang einer "Bayerischen Staatsphilharmonie" erhoben. Der Freistaat Bayern garantiert durch diesen title einen Großteil der Finanzierung des Weltklasse-Orchesters. Künstler aus jeweils einem bestimmten Land können jeweils für ein Jahr ein Stipendium im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia erhalten. Und im E.T.A.-Hoffmann-Theater spielt das Ensemble Klassiker von Goethe ebenso wie moderne Literatur. Für den Namensgeber des Hauses war seine Bamberger Zeit von 1808 - 1813 wenig ruhmreich. Gleich nach seinem ersten Auftritt als Kapellmeister musste er seinen Posten räumen. Von dieser Zeit an verdiente sich Hoffmann hauptsächlich seinen Lebensunterhalt als Klavierlehrer für höhere Töchter. 

Das moderne Bamberg

Bamberg ist nicht nur ein großes Kulturzentrum in einer überschaubaren Stadt, sondern auch Wirtschaftszentrum für die Region. Rund 45 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze bietet die Stadt. Größter Arbeitgeber mit rund 8.000 Beschäftigten ist der Automobilzulieferer Robert Bosch GmbH. Im Bamberger Werk werden vorzugsweise Zündkerzen und Diesel-Einspritzpumpen hergestellt. Darüber hinaus studieren über 9.000 Studenten an der Otto-Friedrich-Universität, die einen Schwerpunkt u. a. in den Wirtschaftswissenschaften hat. 

Die oberfränkische Domstadt ist verkehrstechnisch günstig zu erreichen über die Autobahnen A 73 (Nürnberg-Bamberg-Suhl), A 70 (Bayreuth-Bamberg-Schweinfurt) und die ICE-Linie von München über Bamberg nach Berlin. Vom Bamberger Hafen aus starten auch Güterschiffe über den Rhein-Main-Donau-Kanal bis ins Schwarze Meer oder in den Atlantik, wogegen viele Flusskreuzfahrtsschiffe die Stadt als Reiseziel in ihrem Programm haben. Und dies vor allem deshalb, weil Bamberg wegen seiner einmaligen Stadtlandschaft 1993 von der UNESCO das Prädikat Weltkulturerbe verliehen bekam.

Eine Stadt für Romantiker

BambergerDie Themenfülle des Reiseziels Bamberg ist unerschöpflich. Und jedes Jahr erwarten den Besucher andere Themenschwerpunkte, die einen Bamberg-Besuch zu einem fesselnden Erlebnis machen. Romantik pur - das verspricht zum Beispiel ein Besuch im fürstbischöflichen Rosengarten. Dort vielleicht sogar bei einer Rosengartenserenade. Und auch die sich durch die Altstadt schlängelnde Regnitz mit ihren verwinkelten Seitenarmen sorgt für eine ganz besonders romantische Atmosphäre. Das Tüpfelchen auf dem i dazu ist eine Gondelfahrt. Wer das einmal erlebt hat, wird es wohl nie vergessen. 

Paare, die in einer besonders prachtvollen Umgebung heiraten wollen, lassen sich im märchenhaft schönen Rokokosaal des Bamberger Rathauses trauen. Und auf Liebende, die einfach nur ihre Zweisamkeit genießen möchten, warten zahlreiche romantische Paketangebote.

Nicht zuletzt war Bamberg zwischenzeitlich die Heimat eines der größten Künstler der Romantik, E.T.A. Hofmann. Wichtige Station für den, der bei seinem Bamberg-Besuch auf Hoffmanns Spuren wandelt, ist das E.T.A.-Hoffmann-Haus, das ehemalige Wohnhaus des bedeutenden, romantischen Literaten, Komponisten, Zeichners und Juristen, in dem er von 1809 bis 1813 lebte. Weiterhin werden vom Tourismuszentrum Themenführungen "Auf den Spuren von E.T.A. Hoffmann" angeboten, die die verschiedenen Stationen des großen Romantikers während seiner Bamberger Zeit nachspüren.

Eingebettet in die grüne Umgebung des Bamberger Landes ist die Stadt nicht zuletzt ein Anziehungspunkt für alle Reisenden, die ein ausgewogenes Urlaubsprogramm aus Kultur- und Naturerlebnissen suchen.

Ein Zentrum des Glaubens

Als "neues Rom" pries Abt Gerhard von Seeon einst die Domstadt Bamberg als "Haupt der Welt" mit einem Petersdom im Zentrum. Knapp tausend Jahre nach der Gründung des Bistums durch Kaiser Heinrich II., 1007, ist dieser Esprit rings um die wuchtigen Kirchen und Klöster, in den verwinkelten Gassen und Straßen der UNESCO-Weltkulturerbestadt zu spüren. Beseelt von Spiritualität und Lebensbejahung erfreut sich Bamberg einer wachsenden Magnetwirkung auf Touristen und Pilger, die sicherlich im Jahre 2007 einen Höhepunkt gefunden hat, als das Bistum seine 1000-Jahr-Feier zelebrierte. Ganz Mensch sein, als Jungbrunnen für Leib und Seele: Prozessionen, Kunstexkursionen, Krippenentdeckungen, mit Ausflügen ins Umland, ins ehemalige Kloster Banz, zu den Wallfahrtskirchen Vierzehnheiligen und Gößweinstein. Nicht zu vergessen die zahlreichen Gasthäuser, die kleinen und großen Brauereien, in denen nicht nur das wohlschmeckende Rauchbier - wie im 325 Jahre alten Schlenkerla - und eine Haxe genossen werden können. Und wo befindet sich das einzige Papstgrab nördlich der Alpen? Auch hier! Im Chor des Bamberger Doms fand Papst Clemens II. nach seinem Tod am 9. Oktober 1047 die letzte Ruhestätte - nach knapp neun Monaten Amtszeit in Rom. Weil er zurück wollte, dorthin, wo er als zweiter Bischof des jungen Bistums, mit dem Namen Suitger, gewirkt hatte. Und wer nun wissen will, in welcher Stadt drei Heilige zugleich begraben sind, ahnt die richtige Antwort schon: Auch in Bamberg: im Dom das Kaiser- und Heiligenpaar Heinrich II. und Kunigunde und im Kloster St. Michael Bischof Otto I., der heilige Apostel der Pommern.

Alljährlich zu vorösterlicher und österlicher Zeit kann man in Bamberg Ausstellungen von Passionskrippen besuchen. Das im Glauben lebendige Bamberg ist das ganze Jahr über erlebbar. Es gibt Themenführungen wie "Kirchen und Klöster", "Von Krippe zu Krippe" oder "Von Wallfahrern, Heiligen und Frömmigkeit". Angeboten werden neben Tagesarrangements für Gruppen ("Krippenstadt Bamberg") auch Halb- und Ganztagsexkursionen in die Fränkische Schweiz, die z.B. auch in die Wallfahrtskirche Gößweinstein führen oder in den Steigerwald zur ehemaligen Zisterzienserabtei Ebrach sowie Touren ins Obere Maintal nach Vierzehnheiligen und Banz. 

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